I SEA

Culture of Nature, part 1
7th Continent
Culture of Nature, part 1

 
 

Ein Beitrag zur Debatte über den Kolonialismus

In vielen Ländern wird die Ankunft von Christoph Kolumbus in der Neuen Welt am 12. Oktober 1492 mit einem Feiertag begangen. Was wäre, wenn die amerikanischen Ureinwohner 1492 entdeckt hätten, dass Kolumbus auf See verschollen war?

Das Video thematisiert die dem Menschen inhärente Motivation, sein Territorium zu erweitern und für seine Zwecke auszunutzen. Gealterte Reste von PVC-Folien erinnern auf irritierende Weise an fiktive Landkarten oder Topografien unbekannter Inseln. Diese Inseln, ikonografische Orte menschlicher Sehnsucht, lassen den Betrachter die Hoffnungen spüren, die uns Menschen ergreifen, wenn unbekanntes Land in unseren Fokus gerät. Gleichzeitig weisen sie auf die Folgen des Kolonialismus hin, welcher in der Geschichte leider oft zu Gewalt und Umweltzerstörung geführt hat. Der in das Video eingefügte Text beschreibt das Abenteuer von Christoph Kolumbus, welches am 12. Oktober 1492 zur sogenannten Entdeckung Amerikas führte. Für die indigenen Völker und ihr Biotop begann eine neue Ära. Sie wurden ausgebeutet, unterdrückt oder zerstört.

I SEA ist das erste Video der Serie Culture of Nature, das den Betrachter fragt, warum der Mensch nicht in der Lage ist, sich als Teil des Ökosystems zu begreifen – eines Lebensraumes in dem Menschen, Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind und alle Teil einer Kultur sind.

 


ProgrammInstallation / Video
OrtARTNIT 2016, Festival for contemporary art, Campos, Mallorca
40 Certamen d'Arts Plástiques i Visuals, Binissalem, Mallorca, 2018
AuftraggeberErde
Datum2016-2021