ICH SEHE

Siebter Kontinent, Kartographien
Siebter Kontinent, Kartographien
Archäologie der Zukunft, Teil 1
Ein Beitrag zur Kolonialismus-Debatte

 

Vom Meer zerrissen und ausgeblichen, gleichen die Reste alter PVC Folien topographischen Karten. Sie zeigen räumliche Formationen, die scheinbar natürliche Erdoberflächen mit ihren vielfältigen Gegebenheiten abbilden. Die Serie stellt fiktiven Landschaften eines hypothetischen siebten Kontinentes vor, dessen Plastikinseln auf das unausgewogene Ökosystem unseres Planeten hinweisen. In Anspielung auf Sigmund Freuds berühmtes Werk „Die Traumdeutung“ (1901) scheinen die Inseln, oder besser gesagt die immer wiederkehrenden Folienreste, auf drängende, unerfüllte Wünsche der Menschheit zu verweisen. Der Videofilm betont die im Menschen schlummernde Faszination an der Entdeckung von neuen Territorien und der damit verbundenen Inbesitznahme von auswärtigen Gebieten zur Erschließung neue Rohstoffquellen und Siedlungsmöglichkeiten, sowie dem Ausbau der eigenen Machtstellung. Dieser Kolonialismus und das Erbe, das er in unseren städtischen und sozialen Strukturen hinterlassen hat, führte zu einer verheerenden Abwertung von Menschen und Orten.

I SEA ist das erste Video in einer Trilogie von Filmclips, sowie eine andauernde Forschungsarbeit, zum Thema Kolonialismus und dessen Erbe. Es wurde 2016 beim Festival de Arte emegente ARTNIT in Campos, Mallorca gezeigt.

ProgrammInstallation / Video
OrtFestival de arte emergente ARTNIT, Campos, Mallorca
AuftraggeberErde
Datum2016-2021